BPW Bergische Achsen
Beschleunigte SAP-S/4HANA-Umstellung und nachhaltig optimierte Prozesse.
„Im SAP-Plattform-Team von BPW haben wir uns gefragt, ob die parallele Einführung eines Workload-Management-Systems die Gesamtkosten der Migration senken würde oder ob zusätzliche Kapazitäten erforderlich wären. Letztendlich sind wir überzeugt, dass wir insgesamt Zeit gespart haben und somit das S/4HANA-Projekt beschleunigen konnten, obwohl wir Fachwissen aufbauen und die gesamte Automatisierung neu gestalten mussten. Diese Entscheidung brachte zudem viele zusätzliche Vorteile für den anschließenden Linienbetrieb mit sich.“ – Florian
Breit, Spezialist SAP-Plattformen, BPW Bergische Achsen
Wichtigste Ergebnisse
- Nahtlose Migration: Alle Prozesse wurden rechtzeitig zum Produktivstart in die neue S/4HANA-Umgebung übertragen.
- Optimierte Ausführung und zentrale Steuerung: Zeitgesteuerte Jobs wurden durch ereignisgesteuerte Prozessketten ersetzt, um eine effizientere, systemübergreifende Steuerung zu ermöglichen.
- Integrierte Dateiverwaltung: Die Managed-File-Transfer-Technologie (MFT) von Stonebranch ermöglichte die zentrale Verwaltung von Skripten und Datenaustausch.
- Durchgängige Transparenz: Alle Jobs wurden zentral dokumentiert und überwacht, um Transparenz zu gewährleisten und eine schnelle Reaktion auf Störungen zu ermöglichen.
Hintergrund
Die BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft, die Muttergesellschaft der BPW-Gruppe, ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Hauptsitz in Wiehl, Deutschland. Seit 1898 entwickelt und produziert das Unternehmen komplette Fahrwerkssysteme für Lkw-Anhänger und Sattelauflieger.
Mit rund 1.500 Mitarbeitern, darunter 100 Auszubildende, bietet BPW ein umfassendes Portfolio an Technologien wie Achssysteme, Bremstechnik, Federung und Lager. Diese Lösungen kommen weltweit zum Einsatz und helfen Fahrzeugherstellern und Betreibern, die Effizienz ihrer Produktions- und Transportprozesse zu verbessern.
Als traditionsreiches und zukunftsorientiertes führendes Unternehmen der Nutzfahrzeugbranche hat BPW eine strategische Umstellung auf SAP S/4HANA eingeleitet, um seine IT-Infrastruktur zu modernisieren und die langfristige Betriebssicherheit zu gewährleisten.
Herausforderungen
BPW Bergische Achsen hatte sich zum Ziel gesetzt, die Migration auf SAP S/4HANA innerhalb eines äußerst engen Zeitrahmens abzuschließen. Ein großes Hindernis war die dezentrale Jobsteuerung über einzelne SAP-Systeme hinweg, die die Verwaltung systemübergreifender Jobketten verhinderte.
Zudem basierte ein Großteil der bestehenden Automatisierung auf veralteten Betriebssystem-Skripten, die mit der neuen Linux-Infrastruktur und der HANA-Datenbank nicht kompatibel waren – was die Kontinuität der Automatisierung und die betriebliche Effizienz gefährdete.
BPW benötigte eine optimale Lösung, um S/4HANA und die neue Automatisierungsplattform parallel einzuführen, ohne die betriebliche Effizienz zu beeinträchtigen.
Die Suche
Im Jahr 2023 startete BPW Bergische Aschsen sein S/4-Migrationsprojekt mit einem engen Zeitplan. Für BPW war ein möglichst kurzer Zeitrahmen für das gesamte Projekt entscheidend. Daher war es unerlässlich, alle notwendigen Projektaktivitäten so effizient wie möglich durchzuführen.
Zu diesem Zeitpunkt war die Jobsteuerung bei BPW dezentralisiert und in mehreren SAP-Systemen isoliert. Dies bedeutete, dass systemübergreifende Jobketten weder visualisiert noch zentral verwaltet werden konnten.
BPW entschied sich bei der S/4HANA-Migration für einen „Empty-Shell“-Ansatz – es wurden weder Daten noch Jobs in das neue System übernommen. Ein Großteil der bestehenden Automatisierungen basierte jedoch auf Betriebssystem-Skripten, die mit der Linux-basierten Infrastruktur und der HANA-Datenbank nicht kompatibel waren. Daher suchte BPW nach einer Lösung, um bestehende Automatisierungen so effizient wie möglich in die S/4-Systeme zu übertragen und sie dort künftig sicher und transparent zu betreiben.
BPW Bergische Achsen stellte klare Anforderungen an die neue SAP-Automatisierungslösung Integration mit S/4HANA:
- Integration mit S/4HANA: Automatisierte und reibungslose Übertragung von Jobs aus dem Altsystem in die neue Umgebung.
- Transparenz durch Dokumentation: Zentrale und aktuelle Dokumentation der Jobs im System.
- Zentrale Überwachung: Umfassende Überwachung aller Prozesse zur schnellen Problemerkennung und Benachrichtigung der zuständigen Teams.
- Flexible Planung: Erweiterte Möglichkeiten zur flexiblen und detaillierten Auftragsplanung.
- Ersatz von Betriebssystem-Skripten: Einführung einer No-Code-Lösung zur Vereinfachung von Prozessen und Steigerung der Effizienz.
- Optimierung der Prozesssteuerung: Jobketten sollen über mehrere SAP- und Nicht-SAP-Systeme hinweg definiert werden können.
Lösung
BPW traf die strategische Entscheidung, alle bestehenden Jobs in seiner alten SAP-Umgebung mithilfe der Stonebranch-Lösung zur SAP-Jobplanung auf zentral verwaltete Workflows umzustellen. Jobs mit mehreren Schritten wurden zu optimierten Jobketten umstrukturiert – bei Bedarf auch systemübergreifend. Dieser Ansatz ermöglichte eine kontrollierte Umstellung auf Automatisierung im Vorfeld der umfassenden SAP-S/4HANA-Migration.
Kontrollierte schrittweise Implementierung in der S/4HANA-Umgebung bei BPW
Um den ehrgeizigen Zeitplan für das S/4-Projekt einzuhalten, wollte BPW mit der Implementierung direkt in der bestehenden Produktionsumgebung beginnen. Nach einem erfolgreichen Proof-of-Concept und einer Testphase wurden die umgestalteten Jobs Qualitäts- und Prozessprüfungen unterzogen. Gleichzeitig wurden die Jobs in die zentrale Überwachung einbezogen und Warnmeldungen für das zuständige Team konfiguriert.
Während des gesamten Prozesses legte BPW großen Wert auf die durchgängige Optimierung und Automatisierung der Auftragsabläufe und schuf damit die Voraussetzungen für eine nahtlose Migration zu S/4HANA und der Stonebranch-Lösung.
Installation und Inbetriebnahme
Die Installation von Stonebranch wurde von einem erfahrenen Spezialisten begleitet, der für einen reibungslosen Rollout sorgte. BPW Bergische Achsen profitierte von der engen Zusammenarbeit mit Stonebranch, insbesondere bei der Umsetzung der ersten Anwendungsfälle.
In der Folge konfigurierte das BPW-Team die verbleibenden Jobs eigenständig und führte sie in die Produktion ein. Bei speziellen Anforderungen und zur Qualitätssicherung erhielt BPW weiterhin schnelle und unkomplizierte Unterstützung durch das Stonebranch-Team.
Ergebnisse
BPW hat die Stonebranch-Lösung parallel zur SAP-S/4HANA-Migration erfolgreich implementiert und damit eine strukturierte und effiziente Transformation seiner Job-Automatisierungslandschaft ermöglicht. Dies führte zu einer erheblichen Entlastung des SAP-Plattform-Teams, sodass sich dieses innerhalb des engen Zeitplans für die S/4HANA-Migration auf andere wichtige Projektaktivitäten konzentrieren konnte.
Zum Go-Live wurden alle in der Altsystemumgebung erstellten neuen Prozesse nahtlos auf die neuen S/4HANA-Systeme migriert, wodurch die Produktionskontinuität vom ersten Tag an gewährleistet war.
Die zeitbasierte Planung wurde durch ereignisgesteuerte Jobketten ersetzt, wodurch Verzögerungen beseitigt und eine effiziente Prozessausführung in Echtzeit ermöglicht wurden. Darüber hinaus führte die Integration des Stonebranch-Add-ons für den Dateitransfer zu einer Zentralisierung der Verwaltung von Datenübertragungen und Betriebssystemskripten, wodurch ein optimiertes End-to-End-Automatisierungsframework entstand.
Es wurde eine systembasierte Dokumentation eingeführt, um vollständige Transparenz und Genauigkeit bei den Jobdefinitionen zu gewährleisten. Die zentralisierte Überwachung ermöglichte eine schnellere Reaktion auf Vorfälle, während Warnmechanismen sicherstellten, dass Prozessverantwortliche Probleme umgehend beheben konnten.
Insgesamt half die Stonebranch-Lösung BPW dabei, die Jobsteuerung zu optimieren, die betriebliche Transparenz zu verbessern und die Automatisierungslandschaft zu modernisieren – was letztlich die S/4HANA-Migration beschleunigte und eine stabile, zukunftsfähige Grundlage schuf.
Die Einführung der SAP-Job-Scheduling-Lösung von Stonebranch beschleunigte die S/4HANA-Migration bei BPW und verbesserte die langfristige Betriebsstabilität durch die Optimierung der Jobsteuerung, der Transparenz und der Prozesseffizienz.